Viele Kolleginnen und Kollegen in der Industrie fragen sich: Welche Partei vertritt eigentlich meine Interessen? Manche glauben, die AfD sei eine Alternative für Arbeiter:innen. Doch wenn man genauer hinschaut, zeigt sich: Die AfD ist keine Partei für Beschäftigte, sondern für Reiche und Konzerne.
Warum ist das so?
1. Die AfD schützt nicht die Rechte der Arbeiter.
Die AfD ist gegen starke Gewerkschaften und gegen Tarifverträge. Sie will das Streikrecht einschränken und Mitbestimmung abbauen. Industriearbeiter:innen wissen, ohne Gewerkschaften gäbe es keine guten Löhne, keine halbwegs sicheren Arbeitsplätze und keine Arbeitszeitverkürzung. Bereits jetzt gibt es bei uns zu viele Billig-Löhne und Betriebe ohne Betriebsräte und ohne Tarifverträge.
2. Die AfD ist gegen soziale Sicherheit.
Im Programm der AfD steht, dass Sozialleistungen gekürzt werden sollen. Sie will die Rente privatisieren und das Arbeitslosengeld kürzen. Das würde vor allem Arbeiter:innen und ihre Familien treffen, die auf ein starkes soziales Netz angewiesen sind.
3. Die AfD spaltet die Beschäftigten.
Statt gemeinsam für bessere Bedingungen zu kämpfen, versucht die AfD, die Menschen nach Herkunft oder Religion gegeneinander auszuspielen. Doch in der Werkhalle, in der Schicht oder in der Kantine sitzen wir alle nebeneinander – egal, woher wir kommen. Nur gemeinsam können wir stark sein.
4. Die AfD schützt die Reichen, nicht die Arbeiter.
Hinter der lauten Rhetorik versteckt sich ein knallhartes neoliberales Programm. Die AfD ist gegen höhere Steuern für Reiche und Konzerne, sie will den Mindestlohn abschaffen und Arbeitsrechte lockern. Wer hart arbeitet, wird also doppelt bestraft.
5. Keine Lösungen für die Zukunft.
Die AfD hat keine Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft: Digitalisierung, Energiewende, sichere Arbeitsplätze. Statt Konzepte für eine starke und nachhaltige Industrie vorzulegen, liefert sie nur Parolen von vorgestern. Das hilft niemandem in der Produktion oder im Betrieb.
Die AfD ignoriert das „Versagen“ der Wirtschafts- und Konzernmanager:innen bei der Gestaltung einer zukunftsorientierten Produktionsweise. Sie bekennt sich kritiklos zum uneingeschränkten Kapitalismus. Ihre Zukunftsvision ist die Vergangenheit.
Fazit:
Die AfD gibt sich als „Partei des kleinen Mannes“. In Wahrheit ist sie eine Partei für die Starken gegen die Schwachen. Wer will, dass Industriearbeiter:innen gute Löhne, sichere Arbeitsplätze und soziale Sicherheit behalten oder erkämpfen, sollte nicht die AfD wählen. Und wer sich gegen die Ursachen von Arbeitsplatzvernichtung und Ausbeutung stellen will, der muss Kräfte unterstützen, die dem Kapitalismus den Kampf angesagt haben, wie z. B. die DKP.
Nur mit Solidarität, Zusammenhalt und starken Gewerkschaften können wir die Zukunft gestalten – nicht mit Spaltung der Belegschaften und Hass.

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